Download Advertorials in Jugendprintmedien: Ein medienethischer by Nina Köberer PDF

By Nina Köberer

Advertorials vermitteln den Eindruck redaktioneller Berichterstattung, sie sind jedoch bezahlte Werbeinhalte und folgen wirtschaftlichen Interessen. Nina Köberer beschäftigt sich aus normativer Perspektive mit dem Trennungsgrundsatz von Werbung und redaktionellen Inhalten. Aus medienethischer Sicht ist der Anspruch auf Transparenz (und die Überprüfbarkeit von Transparenz) plausibilisierbar und im Rahmen medialer Kommunikation weiterhin zu fordern. In diesem Zusammenhang erörtert die Autorin – unter Rückbezug auf empirische Ergebnisse –, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Sonderwerbeformen wie Advertorials auf Produzentenseite sowie auf Ebene der Rezipienten zu gewährleisten.

Show description

Read or Download Advertorials in Jugendprintmedien: Ein medienethischer Zugang PDF

Best german_15 books

Führen: Worauf es wirklich ankommt

Worauf kommt es im Führungsalltag genau an? was once zeichnet einen guten supervisor aus? Daniel F. Pinnow vermittelt anschaulich, used to be bei der Arbeit mit den Menschen im Unternehmen wirklich wichtig ist. Seine Sichtweise ist eingebettet in die Erkenntnisse und Erfahrungen anderer Managementautoren. Zahlreiche Praxisbeispielen sowie aktuelle Umfragen und Daten untermauern seine Aussagen.

Qualitative Marktforschung in Theorie und Praxis: Grundlagen – Methoden – Anwendungen

Die qualitative Marktforschung ist ein kleiner, aber florierender Teil der Marktforschungsbranche. Bisher gibt es nur wenig deutschsprachige Standardliteratur, die eigenständig und komplett diesen Bereich und seine theoretischen Fundamente abdeckt. „Qualitative Marktforschung in Theorie und Praxis“ hat zum Ziel, konsequent Theoriedefizite abzubauen, ohne dabei den konkreten Praxisbezug außer Acht zu lassen.

Arbeit - Sozialisation - Sexualität: Zentrale Felder der Frauen- und Geschlechterforschung

Dieses Buch macht für Studienanfänger_innen nachvollziehbar, wie sich die Frauen- und Geschlechterforschung in der Auseinandersetzung mit den empirisch-praktischen Lebensverhältnissen, sozialwissenschaftlichen Denktraditionen und eigenen Konzepten ihren Gegenstand geschaffen hat. Damit wird deutlich, dass Frauen- und Geschlechterforschung in der Lehre als nicht abgeschlossenes Projekt zu vermitteln ist, dessen Geschichte um seiner Zukunft willen wichtig wird.

Zur Aktualität von Helmut Schelsky: Einleitung in sein Werk

Obwohl es sich um den wohl einflussreichsten Soziologen der (bundes-)deutschen Nachkriegszeit handelt, ist es um Helmut Schelsky (1912-1984) und sein Werk nonetheless geworden. Zwar sind seine öffentlichkeitswirksamen Deutungsangebote – von der „skeptischen iteration“ über die „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ bis hin zum „Sachzwang“ – heute noch weithin geläufig.

Extra info for Advertorials in Jugendprintmedien: Ein medienethischer Zugang

Sample text

Dabei darf das Verhältnis von empirischer Forschung und Medienethik nicht falsch verstanden werden. Die Empirie soll immer wieder entweder „als Beleg für die Geltung normativer Sätze herhalten“ oder sie wird herangezogen, um „die Bedingungen moralisch empörender Realität bzw. die Folgen der Anwendung moralischer Prinzipien auf[zu]zeigen“ (Rath 2000b, 63). Damit wird die Empirie auf die Funktion reduziert, Realität abzubilden, ohne letztlich für die ethische Begründungsproblematik anwendbar zu sein.

Individualethischen Annahmen zufolge stehen einzig und allein das Individuum und sein Handlungspotenzial im Zentrum der Verantwortungszuschreibung. Die ethische Fundierung richtet sich „nur und ausschließlich an ein moralisches Subjekt“, das zur Verantwortung gezogen werden kann (Rath 2000b, 76). Das bedeutet einerseits, dass nur natürliche Personen, also keine Unternehmen oder Organisationen zur Verantwortung gezogen werden können. Andererseits handelt es sich um eine am Individuum, am Einzelnen orientierte Ethik, bei der die Zuschreibung von Verantwortung auf individualethischer Ebene zumeist an einzelne mediale Akteure wie Journalisten und Redakteure erfolgt.

Auch wenn dieser Anspruch nur als gegenseitige Unterstellung aufgefasst wird, so beansprucht er doch universale Gültigkeit, da er sich auf jeden Einzelnen der menschlichen Gattung bezieht. Deutlich wird dies in der zweiten Ausformulierung von Kants kategorischem Imperativ: „Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst“ (Kant, GMS, BA 66). Der Begriff der Menschheit meint hier nicht alle auf dieser Welt aktuell Lebenden.

Download PDF sample

Rated 4.22 of 5 – based on 35 votes